Allgemein · Depression · psyche · ptbs

10.08.2018

Ich habe Angst. Ich sehe, wie eine riesige Welle auf mich zu rollt, die mein ganzes Leben durcheinander wirbeln und neu ausrichten wird und ich habe verdammt noch mal Angst vor dem, was da kommt. Ich weiß jetzt schon, dass mich das alles ganz gewaltig an meine Grenzen und mit hoher Wahrscheinlichkeit, noch weit darüber hinaus bringen wird und ich habe keine Ahnung, ob ich das schaffen werde.

„Frau K. sie sind teilerwerbsfähig und dürfen 3 bis unter 6 Stunden arbeiten gehen.“
Ich hatte zwar schon damit gerechnet, aber es bestätigt zu bekommen ist noch mal was anderes. Nach außen war ich sehr ruhig, aber in mir drin brach ein Chaos der Gefühle aus. Nach fast 3 Jahre endlich was tun zu dürfen ist wunderbar und ich freue mich riesig darüber, aber ich habe halt auch Riesenangst davor. Was wenn ich das nicht schaffe? Wenn ich noch nicht stabil genug bin? Wenn ich dem einfach nicht gewachsen bin?
Und jetzt, ein Tag nach dieser Neuigkeit, überwiegt ganz klar die Angst und vielleicht ist es auch eher schon Panik. In meinem Kopf drehen sich 1000 Fragen und 2000 andere Dinge, ich habe Kopfschmerzen, mir ist schwindelig und schlecht.

Leider ist das nicht das Einzige, über das ich mir Gedanken mache und was mir Angst macht. Das Thema „eigene Wohnung“ ist auch so eine Sache. Da sind diese Ängste, dass ich es ganz alleine nicht schaffe, weil in einer eigenen Wohnung zu leben, ist schon noch mal was anderes, wie in einer WG zu leben. Die Sorge, dass mir das alles zu viel ist und ich es mit mir alleine nicht aushalte, aber es auch nicht schaffe unter Menschen zu gehen und mich lieber komplett zurückziehe, dass ich wieder in alte Verhaltensmuster zurückfalle und ich es da nicht wieder raus schaffe.
Dann ist da die Wohnungssuche an sich, die nicht so einfach ist, weil ich 1. Gelder vom Jobcenter bekomme und das viele nicht wollen, 2. mein Einkommen dadurch unter 1100 Euro liegt und das vielen zu wenig ist und 3. der Wohnungsmarkt derzeit einfach generell beschissen ist. Ich fühle mich halt in der WG, in der ich lebe, absolut nicht wohl und wenn man dann von einer Wohngesellschaft gesagt bekommt, man könne froh sein, wenn man in 2 Jahren was findet, dann ist das nicht unbedingt förderlich und löst die Panik aus, noch länger in dieser Wohnung festzusitzen.

Und dann gibt es da noch diverse Großveranstaltungen, die in der nächsten Zeit anstehen und vor denen ich Angst habe, da ich kein Freund von vielen Menschen, Körperkontakt und Bakterien bin, da die Dinge bei mir Panik verursachen können und ich ein volles Konfrontationsprogramm fahren werde und ich nicht weiß, was das mit mir machen wird. Es sind echt tolle Veranstaltungen wie z.B. Hochzeiten, ein Familientag an der Arbeit von Papa und ein Konzert. Ich freue mich schon riesig darauf, aber gleichzeitig habe ich halt auch diese oben genannten Probleme und einige mehr. Für mich wird das sehr schwierig und ich hoffe einfach, dass ich es schaffen werde, aber ich denke ich bin ganz gut vorbereitet und habe zum Glück auch einige Menschen dabei, die von meinen Problemen wissen und im Vorfeld schon auf einige Dinge geachtet haben, damit es für mich einfacher wird dabei zu sein und dafür bin ich sehr dankbar.

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