Allgemein · Depression · Dissoziation · psyche · ptbs · Suizid · Trauma

Rückschritte

Über zwei Monate sind vergangen, in denen ich es nicht geschafft habe, mich aufzuraffen und hier was hochzuladen. Ich habe zwischendurch zwar immer wieder Beiträge verfasst, aber die schlummern noch in den Entwürfen, da ich irgendwie mit allem unzufrieden bin. Vielleicht liegt es daran, dass ich hier ehrlich sein möchte, aber noch nicht bereit war mir selbst einzugestehen, wie es mir geht. Ich wollte und will es eigentlich immer noch nicht wahr haben, weil ich Rückschritte mache und mir das so gar nicht passt. Leider werden die Dinge aber auch nicht besser und ich muss den Tatsachen ins Auge blicken.

Meine Probleme mit den Panikattacken und Flashbacks, tauchen mittlerweile auch tagsüber auf. Beim einkaufen gehen habe ich in den letzten Wochen immer häufiger Probleme mit Dissoziation und langsam tauchen die Probleme damit auch wieder in anderen Bereichen auf. An manchen Tagen, spüre ich mich und meinen Körper nicht richtig und bin in meiner Bewegung sehr eigeschränkt. Es ist zwar alles noch nicht wieder so schlimm, wie es mal war, aber es beginnt mich langsam in meinem Alltag wieder mehr einzuschränken und ich kann einige Dinge einfach nicht mehr alleine. Ich bin froh, dass ich es derzeit noch schaffe morgens aufzustehen und selbstständig an die Arbeit zu fahren, die ich seit 3 Wochen habe.

Die Arbeit stellt mich aber leider auch vor einige Probleme, da ich ein Problem mit Bakterien, dreckigen Dingen, mit Körperkontakt und ein wenig eine Hausstauballergie habe und meine Aufgabe dort Spenden sortieren ist. Ich bin für Bücher, Hausrat, Spielzeug und Stofftiere zuständig. Einige der gespendeten Sachen stammen aus Haushaltsauflösungen, müffeln oder sind voll Dreck und Staub. Letzte Woche waren z.B. Gläser dabei, die in Zeitung aus 1984 eingewickelt waren und auch ordentlich eingestaubt waren, inklusive toten und lebendigen Ungeziefers.

Auf dem Rückweg von der Arbeit, ist es mir schon ein paar mal passiert, dass ich zu weit gefahren bin, weil mich irgendwas getriggert hat und ich nichts mehr mitbekommen habe, weil ich in mir gefangen war. Ich plane mittlerweile zwischen meinen Terminen immer genug Zeit ein, für den Fall, dass so was passiert, damit ich trotzdem alle meine Termine schaffe. Ich habe aber auch ziemlich Angst, dass es sich noch verschlimmert und das alles unberechenbar wird und mich noch mehr einschränkt.

Was mich aber am allermeisten erschreckt hat ist,  dass der Drang zur Selbstverletzung wieder sehr stark ist und die Suizidgedanken wieder lauter werden. Ich habe das zwar noch im Griff und wende fleißig Skills an und rede mit meinen Betreuern, aber es macht mir trotzdem Angst.

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu „Rückschritte

    1. Die Ideen sind gut und tatsächlich trage ich sogar schon Handschuhe und ich ziehe auch nur noch bestimmte Anziehsachen an, die ich für nichts anderes mehr anziehe. Das macht es erträglicher, aber ich bin froh, wenn ich im Frühling die Stelle wechsel und dann im Büro arbeite.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s